digital natives, unternehmenskultur, employer branding und das itablet

in der aktuellen werben & verkaufen (nr. 49/09) gibt es unter der headline „personaler reagieren auf veränderten markt“ einen lesenswerten artikel über personalberater. in diesem artikel wird der zusammenhang von employer branding und unternehmenskultur wieder einmal deutlich hervorgehoben. ähnlich wie in steffen laicks gastartikel über die generation y kommt die w&v zu folgender einschätzung aus perspektive der befragten personalberater:

„digital natives und werteorientierung
schon durch die aktuelle wirtschaftskrise bekommen unternehmenswerte und -ethik einen größeren stellenwert. spätestens aber die generation der digital natives wird bei ihrem eintritt in den arbeitsmarkt kritisch hinterfragen, für welche werte ein potenzieller arbeitgeber steht, und ob diese mit den eigenen harmonieren, beispielsweise in hinsicht auf ökologische aspekte, nachhaltigkeit oder familienfreundlichkeit. … ein von werten geprägtes und wirklich gelebtes employer branding wird dadurch immer wichtiger. damit wird nicht nur die attraktivität als arbeitgeber, sondern auch die mitarbeiterbindung erhöht.“

der autor versteht meiner meinung nach sein thema bestens, denn dass echtes personalmarketing nach innen und außen wirkt, ist klar. wenn ich eine employer value proposition nur für den „außenmarkt“ aufbaue, werde ich intern kein employee branding betreiben können. und die bedeutung der mitarbeiter als botschafter der eigenen unternehmensmarke wird zukünftig angesichts der demografischen entwicklung und der sich intensivierenden peer to peer communikation über social networks sehr stark an bedeutung gewinnen.

es bleibt dabei: die ableitung einer erfolgreichen employer value proposition muß sich aus der unternehmensmarke ergeben. und die sollte sich glaubwürdig aus der unternehmenskultur ableiten lassen. gute beispiele hierfür sind google,  otto oder auch bertelsmann. in allen drei fällen ergibt sich bei näherer analyse:
unternehmenskultur => unternehmensmarke => employer value proposition => interne und externe glaubwürdigkeit.

am beispiel bertelsmann dargestellt:
unternehmerisch geprägte unternehmenskultur => unternehmensmarke „the spirit to create“ => employer value propostion „create your own career“. es gibt diverse beispiele für unternehmertypen bei bertelsmann, welche die botschaft „create your own career“ glaubwürdig nach außen und innen verkörpern. beispiele dafür gibt es auf www.createyourowncareer.de

am beispiel otto dargestellt (außensicht!):
gr0ße nachhaltigkeits-orientierung in der unternehmenskultur => employer value proposition „karriere machen. zeichen setzen.“ auch hier gibt es diverse beispiele für mitarbeiter bei otto, die das thema nachhaltigkeit leben. www.ottogroup.com/karriere

am beispiel google dargestellt (außensicht!):
unternehmenskultur eines „atmosphäre eines kleinen unternehmens“ => employer value proposition „life at google“ => es gibt diverse beispiele im web, die sehr glaubwürdig demonstrieren, dass google mehr ist als „nur“ ein arbeitgeber, beispiele zuhauf auf dem google youtube channel.

wenn man jetzt weiter denkt, und überlegt, über welche kanäle die generation der digital natives sich zukünftig über mögliche arbeitgeber informieren wird, dann wird schnell deutlich, dass social media hier eine sehr große rolle spielen wird. aktuell wird ja an diversen devices gearbeitet, die in ihrer funktion deutlich über die ganz aktuell erhältlichen e-books wie den kindle hinausgehen werden.

hier ein sehr interessanter artikel zu den ideen von apple zu diesem thema. wenn man der quelle vertrauen darf, so arbeitet apple mit hochdruck am itablet, einem device, welches sämtliche formen der mediennutzung integriert. somit wird „…mediennutzung nicht mehr teilbar sein in schauen, hören und lesen, sie wird schauen, hören, lesen und schreiben erstmals integrieren“. wow. ich stelle mir eine „lebendig werdende stellenanzeige“ vor, die mir die möglichkeit eröffnet, ein video über die stelle zu schauen, die wesentlichen facts und figures zu verstehen, gleichzeitig kontaktmöglichkeiten über facebook oder xing eröffnet…und das tollste: von jedem ort der welt, völlig mobil. für diejenigen der digital natives, die in der bitcom-studie eindeutig ihr mobiltelefon dem jetzigen partner vorziehen (und das sind mehr als man so denkt) die ideale möglichkeit, sich zu informieren.

was dann aber letztlich den unterschied macht, ist das werteverständnis, welches multimedial und vor allen dingen glaubwürdig über die „lebendige anzeige“ vermittelt wird.  oder anders formuliert: die echten werte zählen unabhängig von dem transportmedium oder der jeweils neuen technologie – und in zukunft vermutlich noch mehr als jetzt.

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Ein Gedanke zu „digital natives, unternehmenskultur, employer branding und das itablet

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