great place to work institute zeichnet deutschlands beste arbeitgeber aus

heute läuft saatkorn. mal weniger auf der social media schiene: das „great place to work institute“ (gptw) hat deutschlands beste arbeitgeber ermittelt und vergangenen mittwoch ausgezeichnet.

auch wenn man sagen muss, dass arbeitgeber-rankings sicherlich eine zweischneidige angelegenheit sind, so denke ich, dass sich die vorgehensweise des gptw durchaus von der vorgehensweise anderer arbeitgeber-rankings unterscheidet. denn bei gptw muss man sich selbst bewerben und aktiv werden. es gilt, einen umfangreichen fragebogen zu personalinstrumenten und mitarbeiterorientierung auszufüllen, darüber hinaus gibt es eine mitarbeiterbefragung. auf basis dieser erkenntnisse werden dann die arbeitgeber in verschiedenen kategorien bewertet.

im gegensatz zu studien, in denen externe zielgruppen befragt werden, hat die gptw studie also einen entscheidenden vorteil: die befragte zielgruppe weiß genau, wovon sie spricht. aufgrund des entstehenden aufwands und möglicher interner themen (beispielsweise, wenn im selben durchführungsjahr bereits die „eigene“ mitarbeiterbefragung im unternehmen durchgeführt wird), können „deutschlands beste arbeitgeber“ aufgrund der gptw studie natürlich nur aus der anzahl der bewerbungen ermittelt werden und somit erhält man – natürlich – keine so umfangreichen rankings mit dem „who is who“ der deutschen arbeitgeber, wie in anderen studien üblich.

in meinen augen kein problem – letzten endes ist die gptw studie – wenn sie organisatorisch sinnvoll eingebunden durchgeführt werden kann – ein prima seismograph, wie man sich selbst als unternehmen in kriterien wie mitarbeiterorientierung, führung, zusammenarbeit oder berufliche entwicklung im vergleich mit anderen unternehmen der gleichen größenordnung positioniert. dass dies auch als reines benchmark ohne ranking funktionieren könnte, liegt auf der hand. aber irgendwie muss ja auch das gptw institute für öffentlichkeit sorgen 😉

gewonnen hat in diesem jahr in der kategorie der unternehmen mit > 5.000 mitarbeitern das unternehmen telefónica o2, insbesondere aufgrund deren familienorientierung und dem gesundheitsmanagement. joachim kugoth, managing director human resources erläutert denn auch, dass die dahinter stehende philosophie ist, dass zufriedene mitarbeiter durch hohe motivation und identifikation zu zufriedenen kunden führen. und damit definitiv einen beitrag zum wirtschaftlichen unternehmenserfolg leisten.

aus dem social media kontext heraus gedacht, wäre es interessant, zu erfahren, wie die interne kommunikation innerhalb der gptw studie berücksichtigt wird. durch web2.0 und die neuen technischen möglichkeiten entstehen derzeit ja große debatten in den organisationen über themen wie kommunikationssteuerung, -kontrolle und -ownership. und diese themen könnte man über eine externe befragung wie die gptw studie sehr gut abfragen, vermutlich besser als in einer internen, selbst organisierten mitarbeiterbefragung.

weiterlesen:
arbeitgeber-rankings: segen oder fluch (teil I)
arbeitgeber-rankings: segen oder fluch (teil II)

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