neue studie zum thema „internal employer branding“ von kienbaum communications

eine aktuelle studie von kienbaum communications kommt zu der beruhigenden erkenntnis, dass employer branding kein modethema ist. hurra!

scherz beiseite.

die studie basiert auf einer befragung von 140 entscheidern aus dem hr management und er unternehmenskommunikation. 43% der studienteilnehmenden firmen sind konzerne mit > 10.000 mitarbeitern, aber – und das ist zumindest für mich spannend – 41% der teilnehmenden firmen sind unternehmen < 10.000 mitarbeiter, laut kienbaum sogenannte „hidden champions“. vom studiensetting her interessant.

einige ergebnisse der studie :

  • > 80% der teilnehmenden unternehmen haben bereits eine employer branding strategie oder entwickeln diese gerade (kann ich kaum glauben)
  • das budget für employer brandig ist trotz krise bei 40% der teilnehmenden unternehmen konstant geblieben, was kienbaum als indiz dafür wertet, dass unser thema endlich (!) als wichtiges strategisches handlungsfeld gesehen wird. schön!
  • rund 90% der teilnehmer kümmern sich nicht um das interne employer branding, sondern scheinen das thema nur für die gewinnung externer bewerber zu begreifen (damit fraglich, ob wirklich eine strategische ausrichtung hinter dem thema steht, zumindest aus meiner perspektive)
  • das führen der arbeitgebermarke ist bei 94% der befragten chefsache, d.h., es erfolgt unter einbindung des top managements. laut kienbaum ist das engeagement des top managements in diesem thema der feine, aber bedeutsame unterschied zwischen geringer und hoher bedeutung des themas employer branding (das macht sinn! und ist laut kienbaum eine lerneffekt aus der wirtschaftskrise 2001, wo viele unternehmen dieses thema wie eine heisse kartoffel fallen gelassen hatten – verbunden mit der nachfolgenden bitteren erkenntnis, dass man eine arbeitgebermarke halt nicht an- oder ausknipsen kann wie einen lichtschalter)
  • die bedeutung, die die arbeitgebermarke im unternehmen genießt, bestimmt auch ihren erfolg. ist das interesse des top managements an der entwicklung, implementierung und führung der marke groß, gibts auch mehr budget und ressourcen für die umsetzer (=hr und pr abteilung)…
  • mitarbeiter sind die wichtigsten markenbotschafter, wobei viele unternehmen diese bedeutung noch nicht erkannt haben

fazit: ganz interessant, aber wie bei so vielen studien hat man exakt diese ergebnisse so mit dem normalen menschenverstand auch schon erwartet, zumindest bei den allermeisten punkten. das strategie-thema glaube ich nach wie vor nicht so ganz… jetzt hat man die ergebnisse aber auch hier schwarz auf weiß…ob das 150 € wert ist, möge jeder selbst entscheiden. bestellen kann man die studie hier

weiterlesen:

interview mit stefan schmidt-grell von xing rund um social media und employer branding

saatkorn. rückblick zur smpc 2010

wie kann mann itunes für employer branding nutzen?

karriere-netzwerke im kontext von employer branding und social media

employer branding glossar von embrace: erklärung der wichtigsten begriffe

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