interview mit bernd schmitz von bayer: #2 in social media studie


bayer
liegt im ranking der „social media studie 2010“ auf dem zweiten platz. aus diesem grunde und weil es sowieso schon lange überfällig war, anbei ein exklusives interview mit bernd schmitz, leiter university & talent relations von bayer. bernd ist geschätzter vorstandskollege im dapm/queb, vielbeschäftigter sife mentor, blogger für seinen multimediablog, dozent für medienwirtschaft an der rfh köln und das brain hinter den vielen web2.0 aktivitäten von bayer. kurz gesagt: der mann hat keine langeweile. umso mehr freue ich mich über das interview! auf gehts:

saatkorn.: bernd, was sind die hauptgründe für bayer, social media im personalmarketing und recruiting einzusetzen?
bayer hat jedes jahr einen großen bedarf an fachkräften. das unternehmen stellt in deutschland jährlich bis zu 300 hochschulabsolventen und young professionals ein. gesucht werden vor allem naturwissenschaftler, ingenieure und wirtschaftswissenschaftler. unter dem strich geht es also darum, die kandidaten und bayer zusammen zu bringen. wir wollen den jungen leuten den bayer-spirit vermitteln, und das gelingt uns durch die einbeziehung von social media. die studenten, absolventen und young professionals von heute sind mit dem internet groß geworden und nutzen die neuen kanäle ganz selbstverständlich, um zu kommunizieren und sich zu informieren. das heißt für uns natürlich: da ist unsere zielgruppe. da müssen wir hin!

saatkorn.: brauchen wir die traditionellen kanäle irgendwann vielleicht gar nicht mehr?
wir nutzen vor allem facebook, twitter, youtube und ab und zu xing. aber selbstverständlich ist social media nicht die einzige säule unserer personalmarketing-strategie und unseres recruitings. nach wie vor sind auch die klassischen kanäle für uns von bedeutung: unsere karriere-webseite www.mybayerjob.de, print- und onlineanzeigen, der direkte dialog auf hochschulmessen und speziellen kongressen oder das engagement vor ort an einzelnen hochschulen, sowie workshops und exkursionen zu bayer. wichtig ist der richtige medienmix. und doch steigt die relevanz von social media stetig.

saatkorn.: warum ist gerade facebook für bayer so relevant?
facebook bietet uns viele möglichkeiten für den direkten dialog mit unserer zielgruppe. mit videos, fotos und blogbeiträgen können wir den absolventen und young professionals einen authentischen eindruck von der arbeit bei bayer vermitteln. wenn beispielsweise bayer-mitarbeiter zu wort kommen, sind sie das beste testimonial.

Grafik: Bayer Ergebnisse in der Studie „Social Media im Personalmarketing & Recruiting 2010“

saatkorn.: was heißt das konkret?
wir haben auf unserer facebook-seite „bayer karriere“ auch den karriereblog integriert. hier erzählen mitarbeiter aus den verschiedenen konzernteilen ihre ganz persönlichen geschichten über berufseinstieg, den arbeitsalltag bei bayer, ihre karriere oder ihre projekte. und wir haben festgestellt, dass die verweildauer auf den blogseiten sehr hoch ist. man merkt also, dass sich die leser intensiv mit den inhalten beschäftigen. das heißt für uns: in zukunft wird noch viel mehr über das thema blog laufen. außerdem beobachte ich, dass es vielen absolventen anscheinend leichter fällt, über facebook kontakt zu einem unternehmen aufzunehmen, als eine e-mail zu schreiben. auf diesem wege sind schon viele persönliche kontakte entstanden.

saatkorn.: was sind die herausforderungen für employer branding, personalmarketing und recruiting in den nächsten fünf jahren?
die akzeptanz für social media innerhalb des unternehmens ist vorhanden. so kommen oft kollegen aus den fachabteilungen auf mich zu und erzählen, dass bewerber sich immer öfter auch aufgrund unserer social media-aktivitäten für bayer entscheiden. die aufgabe der nächsten jahre wird sein, die kollegen aus den hr- und personalmarketingabteilungen an social media heranzuführen und sie darin zu schulen, die neuen kommunikationsmedien für ihre arbeit zu nutzen. damit der umgang damit noch selbstverständlicher und einfacher wird.

saatkorn.: viele unternehmen sind beim thema social media noch recht zurückhaltend. warum?
ich kann nicht für oder über andere unternehmen sprechen. generell gilt, dass speziell  börsennotierte unternehmen  sich an gesetzliche vorgaben halten müssen, die auch die kommunikation betreffen. auch für social media müssen daher regeln gefunden werden, die einerseits dem wunsch und dem interesse der unternehmen an kommunikation über diese kanäle, andererseits aber auch den gesetzlichen und arbeitsrechtlichen vorgaben entsprechen.

saatkorn.: wie wird sich deiner meinung nach die bedeutung von social media für personalmarketing und recruiting in zukunft verändern?
social media hat sich mittlerweile zu einem unverzichtbaren bestandteil des personalmarketings und des recruitings geworden ist. wer im wettbewerb um nachwuchs erfolgreich sein will, sollte flagge zeigen. die arbeitgebermarke muss gestärkt und ausgebaut werden. so kann bayer herausragende bewerber ansprechen und als nachwuchskräfte gewinnen. und dafür werden wir die sozialen netzwerke in zukunft noch stärker für uns nutzen können. bayer ist ein erfinderunternehmen und gestaltet aktiv die zukunft. wir stellen uns den neuesten entwicklungen und trends der medienwelt. dazu gehört im bereich des personalmarketing eben auch social media!

saatkorn.: erinnerst du dich an eine interessante episode in sachen social media?
dadurch, dass wir die facebookseite betreiben und gleichzeitig auch als persönliche ansprechpartner auf messen zur verfügung stehen, gibt es immer wieder interessante begegnungen. es ist spannend zu sehen, wie sich die facebookwelt und die realen messen dabei eng verknüpfen. wir treffen oft auf studenten und absolventen, die sich über die facebook-seite bereits umfassend informiert haben. ich wurde bereits auf ganz konkrete beiträge des karriereblogs angesprochen und gefragt, welche laufbahn man für einen solchen job einschlagen müsste. das ist nicht nur ein schönes feedback für unsere arbeit, sondern zeigt auch den nutzen, den die seite für die studenten hat.

saatkorn.: vielen dank für das interview und weiterhin viel spaß und erfolg mit deinen aktivitäten!

2 Gedanken zu „interview mit bernd schmitz von bayer: #2 in social media studie

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