„der abiturient“: schülermarketing für digital natives

vor einigen wochen habe ich mich an dieser stelle recht euphorisch über die telekom zielgruppenpostille „reif“ ausgelassen. ich fand und finde die idee gut, der reizüberfluteten digital native generation auch mal ein printprodukt vor die nase zu setzen. bin übrigens gespannt auf die zweite ausgabe, die doch bald erscheinen müsste…

naja, auf jeden fall gibt es noch erheblich mehr print im angebot für diese zielgruppe. so gibt es für schüler in der oberstufe beispielsweise die zeitung „der abiturient“, die mit einer auflage von ca. 180.000 exemplaren an 3.500 deutschen gymnasien verteilt wird und somit über 50% der abiturienten eines jahrgangs erreichen kann. ein spannendes medium und grund genug, ein interview mit karsten ilm, der als projektleiter für „der abiturient“ verantwortlich zeichnet, zu führen. darüber hinaus sind karsten und ich seit januar auch noch kollegen in der medienfabrik, also noch ein grund mehr🙂

los geht’s:

saatkorn.: was ist der inhaltliche schwerpunkt des heftes und wie ist »der abiturient« im markt gegenüber anderen printtiteln für dieselbe zielgruppe positioniert?
»der abiturient« bietet zu 100 prozent auf die zielgruppe zugeschnittene inhalte und konzentriert sich darauf, zukunftsrelevante themen informativ und unterhaltsam darzustellen. dabei kann es sich ebenso um berufliche themen, das nahende studium, soziale aktionen und freizeitspaß handeln. die vielfalt orientiert sich an den interessen der zielgruppe. »der abiturient« ist seit 13 jahren auf dem markt und nimmt für sich in anspruch, das leitmedium in der kommunikation mit oberstufenschülern zu sein. auch wenn der wettbewerb zugenommen hat und andere printtitel vor allem über überproportionale auflagen auffallen, bleibt »der abiturient« das, was ihn auszeichnet: ein verlässliches medium für alle oberstufenschüler.

saatkorn.: wer ist die zielgruppe von »der abiturient«?
die zeitschrift spricht alle oberstufenschüler an. egal, ob sie gerade kur vor ihrem abschluss stehen und die ersten schritte danach planen wollen, oder ob sie am anfang der oberstufenzeit sind und gerade erst beginnen, sich mit der situation auseinanderzusetzen. »der abiturient« hat den anspruch an sich selbst, jeden schüler mit seinen ganz speziellen interessen und zukunftsvorstellungen zu bedienen.

saatkorn.: welche redaktionellen inhalte hat der abiturient?
die zeitung bietet nützliche und spannende inhalte rund um die themen abiturvorbereitung, studien- und berufswahl, freizeit und
karriere. ausführlich werden berufsgruppen, branchen und unternehmen vorgestellt und individuelle berufswege porträtiert. ungewöhnliche erfolgsstorys von jung-unternehmern sind ebenso fester bestandteil des heftes wie die rubrik talking english, in der wege ins ausland vorgestellt werden und junge menschen von ihren auslandserfahrungen in studium, hilfsprojekten oder au-pair-aufenthalten erzählen – und das in englisch. mit seinem mix an themen hilft »der abiturient« seinen lesern bei der beantwortung einer der schwierigsten entscheidungen im leben: was soll ich werden?

saatkorn.: warum sollte ich als personalmarketeer einen teil meines budgets in »der abiturient« investieren?
abiturienten sind wissbegierig und stehen auf der schwelle zu der vielleicht größten veränderung ihres lebens: dem ende ihrer schullaufbahn. danach folgt für viele die erste gefühlte phase der freiwilligen selbstverwirklichung, der beginn eines abschnitts, den sie selbst gestalten wollen. »der abiturient« bereitet seine leserinnen und leser auf diese phase vor, indem er vielseitige angebote (studium, ausbildung, soziales jahr, etc) vorstellt und dabei klare informationen aus einem überangebot an möglichkeiten selektiert. für unternehmen bedeutet das: sie haben die möglichkeit, sich selbst und die beruflichen perspektiven ihrer organisation vorzustellen und sich dadurch als attraktive option für die zukunftsplanung der leserinnen und leser zu präsentieren.

saatkorn.: ist das format print in dieser zielgruppe von relevanz? eigentlich bewegt sich die zielgruppe doch ganz stark richtung web, stichwort social media, etc. gibt es von »der abiturient« auch einen web-ableger?
die relevanz von print ist genau in dieser zielgruppe sehr hoch! das liegt allein schon an dem vertriebsansatz. »der abiturient« liegt dort aus, wo sich oberstufenschüler aufhalten: in oberstufenräumen, pausenräumen, etc. wenn ich sage, dass »der abiturient« genau da ist, wo die zielgruppe sich befindet, dann umfasst das ergänzend natürlich auch das web. daher nutzen wir die marke auch im internet und können hier natürlich noch aktuellere inhalte bieten. zugegeben, noch hinkt der web-ableger unseren eigenen ansprüchen hinterher. unser ziel ist es aber, den online-auftritt mittelfristig zu optimieren und langfristig zur adresse nummer 1 für alle abiturienten im internet zu machen.

saatkorn.: und wird social media auch genutzt?
auch hier machen wir gerade unsere hausaufgaben. konkret bedeutet das: »der abiturient« bekommt ableger auf den reichweitenrelevanten domains, also auf facebook und twitter.

saatkorn.: was sind perspektivisch die pläne für die entwicklung des hefts? ist es zum beispiel denkbar, einen print-ableger von »der abiturient« für einzelne unternehmen zu entwickeln?
wir verstehen die zeitschrift »der abiturient« als etablierte marke in der zielgruppenkommunikation. diese marke wollen wir pflegen und gezielt ausbauen. ein ansatz ist da natürlich unser kreativ-wettbewerb 2011: »der beste abiturient deutschlands«. ein anderer ansatz ist, auf basis der zeitschrift individuelle kommunikationslösungen für unternehmen zu realisieren. das können zum beispiel themenspecials zu berufsbildern sein, die der regelausgabe beigelegt werden. darüber hinaus bieten wir unternehmen an, die inhalte aus »der abiturient« für ihre bestehenden kommunikationskanäle mit zu nutzen. hier verstehen wir uns als moderner  kommunikationsdienstleister. wenn die zusammenarbeit darin gipfelt, dass einzelne unternehmen mit uns eine inhaltlich und optisch individualisierte auflage realisieren möchten, sind wir dabei.

saatkorn.: lieber karsten, vielen dank für das interview und weiterhin viel erfolg mit „der abiturient“!

Ein Gedanke zu „„der abiturient“: schülermarketing für digital natives

  1. Hallo,
    „reif“ und „Der Abiturient“ sind bei Weitem nicht die einzigen Print-Magazine für Jugendliche. Gerade im Bereich der Studien- und Berufswahl-Medien gibt es mit u.a. „abi“, „EINSTIEG Abi“ und „absolut karriere“ eine ganze Reihe gedruckter Magazine. Aus aktuellen Leserbefragungen wissen wir, das die Schüler dieses Angebot auch sehr schätzen und intensiv nutzen.
    MfG, Stefan Holzbrecher (Redaktion EINSTIEG Abi)

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