Employer Branding Köpfe: Dr. Nico Rose von Bertelsmann

Heute startet auf saatkorn. eine neue Serie: „Employer Branding Köpfe“. saatkorn. hat sich ja zum Ziel gesetzt, den aktuellen Status Quo und Trends in den Themenfeldern Employer Branding und Social Media aufzugreifen. Untrennbar damit verbunden sind natürlich die Personen, welche diese Themen lebendig machen und gestalten. Da bietet es sich an, in lockerer Reihenfolge hin und wieder Verantwortliche für Employer Branding und/oder Social Media zu featuren. Da ich mich selbst ab Anfang Juli zu 100 % auf den Aufbau der Personalmarketingagentur „embrace“ fokussieren werde, bietet es sich an, mit Dr. Nico Rose meinen Nachfolger/Kunden im Employer Branding Kontext bei Bertelsmann vorzustellen und mit ihm diese neue Reihe auf saatkorn. zu starten. Also – auf geht’s und viel Spaß mit Nico!

saatkorn.: Wie bist Du auf Bertelsmann aufmerksam geworden?
Zunächst einmal bin in der Nähe von Bertelsmann (in Hamm/Westfalen) aufgewachsen und war als Student auch einige Jahre Mitglied im Bertelsmann Club. Das Unternehmen war mir also immer schon ein Begriff. Meine jetzige Position habe ich ganz klassisch auf der Karriere-Seite CreateYourOwnCarer entdeckt. Auf der anderen Seite bin ich über soziale Netzwerke wie XING schon seit Jahren mit einigen jetzigen Kollegen verbandelt, z.B. mit ehemaligen Kommilitonen aus meiner Studienzeit in Münster. Diese Kontakte habe ich natürlich parallel zur offiziellen Bewerbung genutzt, um meine Chancen zu sondieren.

saatkorn.: Und was hast Du vor Deinem Einstieg bei Bertelsmann so gemacht?
Nach dem Psychologie-Studium bin ich 2004 bei L´Oréal Deutschland im Bereich Corporate HR eingestiegen und habe dort 1,5 Jahre das Praktikantenprogramm geleitet. Danach hat´s mich wieder zur Uni gezogen für eine Promotion, das hatte ich bei meinem Berufseinstieg schon im Hinterkopf. Ich habe mich damals jedoch gezielt ausschließlich für BWL-Lehrstühle beworben, um mich gezielt noch ein wenig breiter aufzustellen. So bin ich schließlich am Lehrstuhl für Controlling der EBS Oestrich-Winkel gelandet. Ich habe insgesamt 4,5 Jahre mal mehr, mal weniger fleißig…an der Dissertation geschrieben. Allerdings habe ich nebenbei immer in Vollzeit gearbeitet; die ersten 2 Jahre als wissenschaftlicher Assistent, anschließend für eine Unternehmensberatung in Bad Homburg – und außerdem habe ich mich noch selbständig gemacht als Coach und Kommunikationstrainer.

saatkorn.: Wie lange beschäftigst Du Dich bereits mit Employer Branding?
In meinem ersten Job habe ich neben dem Praktikantenprogramm auch einen Teil der deutschen HR Marketing Aktivitäten von L´Oréal gesteuert. Das Thema begleitet mich – wenn auch nicht in der großen Bandbreite wie jetzt bei Bertelsmann – also bereits eine ganze Weile. Und in den 2,5 Jahren Beratung habe ich mich hauptsächlich mit CRM, insbesondere Kundenbindung, beschäftigt. Auch das ist ja nicht so weit weg vom Thema.

saatkorn.: Welche Rolle spielt Social Media für Dich privat und beruflich?
Ich bin XINGler der ersten Stunde – also eher OpenBCler – und habe bereits sehr viel von diesem Netzwerk profitiert. Den Job in der Beratung habe ich komplett über XING gefunden. Es gab keinerlei Ausschreibung, das ist alles spontan über mein Netzwerk entstanden. Als ich noch hauptberuflich selbständig war, habe ich auch einen guten Teil meiner Klienten direkt über XING gewonnen, vor allem weil ich ein 10.000-Mann-Forum zum Thema Coaching mit aufgebaut habe. Seit etwa 2 Jahren bin ich auch mit wachsender Begeisterung auf Facebook. Das hatte für mich am Anfang vor allem privaten Charakter, weil ich viele Kontakte in den USA habe. Durch meine Arbeit bei Bertelsmann ist Facebook in der Zwischenzeit auch beruflich zum wichtigsten Social Web Kanal für mich geworden. Und auf Twitter bin ich natürlich auch zu finden. Da war ich vor 1,5 Jahren schon mal angemeldet und fand es so schrecklich, dass ich mich nach einer Woche wieder abgemeldet habe. Durch meine Arbeit bei Bertelsmann habe ich es jedoch als wichtigen und schnellen Info-Kanal schätzen gelernt.

saatkorn.: Über Deinen Hauptjob bei Bertelsmann bist Du ja auch privat unternehmerisch tätig, nämlich mit EXCELLIS. Was steckt dahinter?
Wie gesagt: seit Anfang 2008 war ich parallel zu meinen anderen Aktivitäten immer als Coach und Trainer am Markt. Bertelsmann hat mir großzügigerweise erlaubt, dieses Thema – natürlich in einem kleineren zeitlichen Umfang – parallel zu meiner Anstellung weiterzuführen. Zwischenzeitlich hatte ich allerdings meine Frau Ina – die eigentlich im familieneigenen Großhandel arbeitet – mit dem „Selbständigkeitsvirus“ angesteckt. Sie hat dann über 2 Jahre ein nebenberufliches Studium zum „Diplom Image Consultant“ abgeschlossen und berät nun Menschen mit Fokus auf die Themen Farbe, Stil und Knigge. Und nachdem wir vor gut einem Monat geheiratet haben, haben wir gleichzeitig beschlossen, auch unsere Beratungskompetenzen zu bündeln. Das Ergebnis ist: EXCELLIS. Nach wie vor geht es um Coaching, Training und Karriereberatung, wobei ich mich auf die „inneren Aspekte“ der Entwicklung unserer Klienten fokussiere, während sie sich um die „äußeren Aspekte“ kümmert, also Stilberatung, Einkaufsbegleitung und ähnliche Dinge.

saatkorn.: Lieber Nico, vielen Dank für das Interview und viel Spaß und Erfolg mit „Create Your Own Career“!!!

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