Gastbeitrag zum SIFE Worldcup von Petra Lewe, Geschäftsführerin SIFE Germany

Meine Meinung, dass SIFE eine klasse und unterstützenswerte Institution ist, hatte ich auf saatkorn. schon des öfteren kundgetan. Umso mehr freut es mich, anläßlich der Tatsache, dass ein deutsches SIFE Team Sieger des SIFE Worldcups 2011 geworden ist, einen Gastbeitrag von SIFE Geschäftsführerin Petra Lewe auf saatkorn. präsentieren zu dürfen. An dieser Stelle meinen ganz herzlichen Dank – verbunden mit dem Wunsch, dass SIFE weiter wächst! Auf geht’s – das Wort übernimmt Frau Lewe:
Immer mehr HR-Verantwortliche erkennen: Die Themen Corporate Social Responsibility und „Nachhaltigkeit“ fallen auch in ihr Ressort. Zuletzt hat die HR Alliance in einer Pressemitteilung vom 7. Oktober im Rückblick auf das ZukunftsforumPersonal resümmiert, „die Ausgestaltung des Begriffs Nachhaltigkeit in der Arbeitswelt“ müsse „noch geschärft werden“ und das als Aufgabe für die „Innovatoren im System Arbeit“ identifiziert. Heute möchte ich den Leserinnen und Lesern des saatkorn-Blogs eine der vielen Möglichkeiten vorstellen, wie das Human Resources Management das Thema CSR aktiv mitgestalten und dabei zugleich etwas für Arbeitgebermarken tun kann – das Engagement bei SIFE, dem weltweit größten Studierendennetzwerk.

Unternehmerische Projekte zum Wohl Dritter
SIFE hat derzeit auf internationaler Ebene 48.000 Mitglieder in insgesamt 38 Ländern. In Deutschland gibt es SIFE seit 2003, die politisch und konfessionell neutrale Organisation ist hierzulande mittlerweile an 43 namhaften Universitäten vertreten. SIFE ist im Geist und Handeln unternehmerisch, in den Methoden betriebswirtschaftlich und in den Zielen gemeinnützig. Was heißt das? Kern der Organisation sind die Projekte der studentischen Teams. Dabei gehen sie mit ihrem an den Hochschulen erworbenen Know-how aktuelle soziale oder ökologische Fragestellungen an. Ziel ist es, nachhaltig wirtschaftlichen Nutzen für andere zu schaffen. Dazu identifizieren die SIFErs Herausforderungen und Ziele, analysieren Rahmenbedingungen, entwickeln Konzepte für den Wissenstransfer und schaffen so langfristig Unabhängigkeit für diejenigen, die von den Projekten profitieren.

Projektbeispiele aus dem Team Regensburg
Schauen wir uns zum Beispiel einige der Projekte des Regensburger SIFE-Teams an: In Bulgarien förderte das SIFE-Team Kleinunternehmer, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken – durch Workshops, Einzelcoachings und Leasing von Maschinen. In einem weiteren Projekt ging es um die Integration der Bewohner von Roma-Siedlungen in der Nähe von Rosia in Rumänien. Hier sorgte das SIFE-Team für die Elektrifizierung der vom Stromnetz abgeschnittenen Siedlungen durch Solaranlagen und förderte den Zugang der Roma-Kinder zur Schule. Ein drittes Projekt nahm seinen Anfang in Regensburg: Dort beschaffte das Team Container für das Unigelände, um die zahlreichen Pfandflaschen zu recyceln, die die Studierenden sonst in den Müll werfen – und schuf so Beschäftigungsmöglichkeiten für vier psychisch Kranke. Dieses Modell haben 2011 auch andere SIFE-Teams in Deutschland übernommen.

SIFE Deutschland – Platz 1 beim World Cup 2011
Mit diesen Projekten haben die Regensburger Anfang Oktober die mit hochkarätigen internationalen Managern besetzte Jury beim SIFE-World Cup in Kuala Lumpur überzeugt und sich gegen 36 Teams aus aller Welt durchgesetzt. SIFE Deutschland ist damit zum ersten Mal Weltmeister! An dem Wettbewerb in Malaysia haben übrigens 3.000 Studierende teilgenommen. Die Länder, in denen SIFE vertreten ist, halten vor dem World Cup jeweils nationale Wettbewerbe ab. Die Siegerteams dürfen als Vertreter ihrer Länder an der internationalen Veranstaltung teilnehmen. Solche Wettbewerbe sind zentral für das Selbstverständnis und die Kultur der Organisation, da sich in ihnen sowohl der unternehmerische Geist als auch der Gemeinschafts- und Netzwerkgedanke von SIFE manifestieren. Wer SIFE kennen lernen möchte, sollte daher zumindest einmal an einem Landeswettbewerb teilnehmen. Für SIFE Deutschland ist der Sieg beim World Cup in diesem Jahr ein großes Glück, aber kein reiner Zufall: Hierzulande wächst die Organisation seit etwa zwei Jahren rasant. Wir sind mittlerweile eine der größten Länderorganisationen bei SIFE.

Rolle der Unternehmen
In Malaysia nahmen neben den Studierenden auch mehrere Hundert Unternehmensvertreter teil. Denn das Engagement der Unternehmen spielt für SIFE eine entscheidende Rolle, nicht nur was ihre Funktion als Juroren bei den Wettbewerben angeht. Derzeit unterstützen 29 Unternehmen SIFE Deutschland als Sponsoren und Partner, neben Deutsche Telekom und KPMG zum Beispiel auch Bayer, Evonik, Freudenberg und SAP. Sie finanzieren die Organisation, und ihre Mitarbeiter engagieren sich als Berater (Business Advisors) in den Projekten der Organisation. Für das erfolgreiche Regensburger Team sind zum Beispiel Business Advisors der Telekom und von KPMG tätig. KPMG stellt in Deutschland sogar jedem der derzeit 43 SIFE-Teams einen Sparringspartner zur Seite. Business Advisors bringen als Hinterfrager, Unterstützer und Ratgeber ihre praktischen Erfahrungen aus den Unternehmen in die Teams ein und sorgen damit für zusätzliche Qualität in den SIFE-Projekten.

Nutzen der Unternehmen – gelebte Corporate Citizenship
Durch ihr Engagement bei SIFE nehmen diese Unternehmenspartner ihre gesellschaftliche und ökologische Verantwortung aktiv und glaubwürdig wahr. Denn sie unterstützen durch das persönliche Engagement ihrer Mitarbeiter konkrete soziale und ökologische Projekte vor Ort und fördern durch ihren finanziellen Beitrag SIFE als Gesamtorganisation und sämtliche SIFE-Projekte in Deutschland. Schließlich tragen Sie dadurch auch zur Ausbildung eines Führungsnachwuchses bei, der in der Praxis gelernt hat, was unternehmerische Verantwortung bedeutet. Das ist der Kern des Engagements von SIFE-Unternehmen überall auf der Welt.

Corporate Social Employer Branding
Damit tun unsere Unternehmenspartner zugleich natürlich auch etwas für ihr Image, denn ihr Engagement bei SIFE machen wir sichtbar. SIFE betreibt eine aktive Öffentlichkeitsarbeit und pflegt Medienpartnerschaften – zum Beispiel mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zudem laden die Unternehmen ihre Arbeitgebermarke mit CSR-Inhalten im Sinn eines „Corporate Social Employer Branding“ auf. Denn „Sinn“ ist mehr und mehr ein wichtiger Aspekt im Arbeitgeberangebot für die Generation Y, und der Verantwortlichkeitsaspekt im Arbeitgeberimage lässt sich nicht auf die Ökologie im Sinn von „Green Employer Branding“ reduzieren.

Sounding Board für die künftige Absolventengeneration
SIFE-Unternehmen eröffnen sich damit zudem einen einzigartigen Zugang für den gezielten Dialog mit gleichermaßen werteorientierten wie unternehmerisch denkenden und handelnden Talenten. Durch diesen engen Kontakt lernen Arbeitgeber die Auswahlkriterien bei der Arbeitgeberauswahl künftiger Absolventengenerationen kennen. Vor allem der Wertebezug und die nachhaltig imagebildenden Faktoren werden so besser verstehbar. Es ist daher kein Zufall, dass besonders viele HR-Vertreter das Engagement der Unternehmen für SIFE in Deutschland antreiben.

Neue Unternehmenspartner sind uns jederzeit herzlich willkommen. Lernen Sie SIFE näher kennen. Kommen Sie mit uns ins Gespräch.

Petra Lewe

Koordinatorin SIFE Germany

Telefon: +49-221-2073-1550
E-Mail: info.germany@sife.org

www.sife.de

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