Employer Branding, Personalmarketing und Social Media bei Audi

Über die Arbeitgebermarke Audi muß man nicht viele einleitende Worte verlieren, ist die Marke doch mit hoher Kontinuität einer der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland. Je nach Umfrage sogar der beliebteste Arbeitgeber. Da Audi mit der Kampagne „Magische Momente“ nun schon seit einigen Wochen im Markt unterwegs ist, wurde es höchste Zeit für ein Interview mit Michael Groß, Leiter Personalmarketing bei Audi. Auf geht’s:

saatkorn.: Was sind die „magischen Momente“ bei Audi?
Die „Magischen Momente“ sind der neue Kommunikationsauftritt des Audi Personalmarketing, der in allen Medien – von Messestand, über Broschüren bis zu Homepage und Social Media – zum Einsatz kommt. In dieser authentischen Kampagne stehen die Audi Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund. Sie erzählen von unvergesslichen Momenten, welche die Arbeit bei Audi für sie so besonders machen. Ausgewählt wurden Beschäftigte im Alter von 17 bis 47 Jahren aus verschiedenen Geschäftsbereichen. Mehrere von ihnen absolvieren eines der Audi Einstiegsprogramme: Sie sind Auszubildende, Praktikanten, Trainees oder Teilnehmer des Dualen Studiums. Die porträtierten Mitarbeiter leben den Vorsprung durch Technik, zum Beispiel im Leichtbau-Zentrum, sind gefragte Nachwuchskräfte – unter anderem im Bereich Elektromobilität – oder arbeiten im Design, in der Unfallforschung oder im Motorsport. Zwei Dinge haben sie alle gemeinsam: Sie verkörpern die Marke Audi – und haben im Unternehmen ihren Traumjob gefunden.

saatkorn.:Welche Arbeitgeberpositionierung steckt hinter diesem Auftritt, welche Markenbotschaften wollt Ihr rüber bringen?
Weltweit attraktiver Arbeitgeber zu sein, ist eines der zentralen Ziele unserer Unternehmensstrategie. Um unsere Position weiter auszubauen, setzen wir auch auf eine zielgruppengerechte und authentische Personalkommunikation. Die AUDI AG hat 2011 schon über  1.200 Experten eingestellt und wir stellen weiter ein. Für uns zählt, die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzusprechen und für Audi zu gewinnen. Der neue Auftritt vermittelt auf emotionale Art und Weise einige der zahlreichen Faktoren, die es so interessant und spannend machen, bei Audi zu arbeiten.

saatkorn.: Was sind die relevanten Personalmarketingkanäle von Audi?
Wir setzen auf eine integrierte Kampagne. Die „Magischen Momente“ sind in den klassischen Medien, wie die Stellen- und Imageanzeigen sowie in den Zielgruppenflyern für Schüler, Studenten und Absolventen zu finden. Auch der Messeauftritt wird durch die Magischen Momente geprägt. Neben der Print- und persönlichen Kommunikation kann man auf www.audi.de/karriere mehr über die Kampagne und die Protagonisten erfahren. Mit den Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube halten wir unsere „Abonnenten“ immer auf dem aktuellen Stand und informieren über Audi als Arbeitgeber.

saatkorn.: Welche Rolle nimmt Social Media darin ein?
Die Facebook-Seite „Karriere bei Audi“ ist für uns ein weiteres Medium, um mit unseren Zielgruppen Schülern, Studenten und Absolventen abwechslungsreich und gemäß unseres Mottos „Audi ganz persönlich“ ins Gespräch zu kommen. Während der Fokus der Karriere-Homepage auf der Informationsvermittlung und dem Bewerbungsprozess liegt, ermöglicht uns die Facebook-Seite, alle Interessenten über tageaktuelle Audi(-Karriere)-Themen zu informieren. Außerdem nutzen wir auch regelmäßig unseren Twitter Kanal, um beispielsweise vakante Stellen zu posten. Darüber hinaus stehen Mitarbeiter des Personalmarketing auf sozialen Businessnetzwerken, wie zum Beispiel XING für individuelle Anfragen zur Verfügung. Das Audi Personalmarketing setzt auf einen ganzheitlichen Marketingmix, bestehend aus persönlichen Gesprächen auf Messen und Veranstaltungen sowie Schüler- und Studentenexkursionen, Pressearbeit, Informationen auf der Karriere-Homepage und vielem mehr. Social Media ergänzen diesen Mix, um eine weitere Möglichkeit, mit Interessenten direkt ins Gespräch zu kommen, werden die persönliche Kommunikation aber auch langfristig  nicht ersetzen.

saatkorn.: Was sind aus Deiner Sicht die zentralen Herausforderungen für das Employer Branding und Personalmarketing von Audi in den nächsten 2 bis 3 Jahren?
Für die Arbeitgebermarke Audi ist die Herausforderung der Zukunft, die Position als  attraktivster Arbeitgeber Deutschlands zu behaupten. Wir wollen auch international weiter an Attraktivität gewinnen. Unser Ziel ist es weltweit als attraktiver Arbeitgeber angesehen zu werden. Dazu werden wir weiterhin eng mit unseren Kooperationspartnern der Hochschulen zusammenarbeiten, international agieren, Trendscouting und gezieltes Talentscouting sowie Talent Relationship Management (TRM) durchführen. Wichtig bleibt, Trends und Tendenzen sowie bildungspolitische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und für die Arbeitgebermarke zu bewerten. Trends, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden, sind neue Formen der Mobilität, insbesondere Elektromobilität, zunehmende Globalisierung, Internationalisierung, Wachstumsmärkte, wie China und Indien, aber auch neue und flexiblere Arbeitszeitmodelle.

saatkorn.: Lieber Michael – vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit und bei Audi!

3 Gedanken zu „Employer Branding, Personalmarketing und Social Media bei Audi

  1. Pingback: Karriere bei Audi – Michael Groß über das Erfolgsrezept der Karrierefanpage : Personalmarketingblog

  2. Audi ist ein sehr spannendes Unternehmen, als B2C- Anbieter von Premiumfahrzeugen natürlich auch attraktiv – für Konsumenten genauso positiv aufgeladen wie für (potenzielle) Mitarbeiter. Wesentlich schwieriger ist es da sicher, etwa in der Grundstoffindustrie als attraktiver Arbeitgeber wahrgenomen zu werden. Wenn hier noch eine relativ überschaubare Betriebsgröße hinzukommt, ist es doch fast unmöglich die oben genannten „Magischen Momente“ als Employer Branding derart breit zu streuen und erfolgreich zu kommunizieren. Heißt das nicht zwangsläufig, dass starke Konsumentenmarken immer einen Riesenvorteil haben, der kaum wettzumachen ist? Auch in Social Media sind doch fraglos viel einfacher große Fangruppen zu rekrutieren, aus deren Mitte wiederum gute Mitarbeiter gefunden werden können.

    Beste Grüße

    Udo Mäsker

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