Fixe Schnitzel als Arbeitgeberauswahlinstrument

Heute mal zu etwas gaaaanz anderem, nämlich einer Professorin, die ihren Studentinnen und Studenten ermöglicht, einen top Praktikumsmplatz bei etablierten Agenturen zu bekommen. Das sieht man in einer Zeit, in der viele Professorinnen und Professoren noch nicht verstanden haben, dass nicht nur die Lehre, sondern auch die Vermittlung der Studierenden langfristig eine große Rolle spielt, noch viel zu selten. Erstmal möchte ich die Initiatorin dieses Projektes, welches an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin stattgefunden hat, vorstellen:

Daniela Hensel, HTW BerlinProf. Daniela Hensel unterrichtet seit 2008 an der HTW Berlin, die Fachgebiete Corporate Design und Editorial Design. Sie studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz und
der École des Art Décoratifs in Straßburg. Als Senior Designerin arbeitete sie unter anderem bei MetaDesign und als Creative Director bei der Design- und Markenagentur Schindler Parent Identity. Die Gewinnerin des internationalen Corporate Designpreises ist seit 2010 Mitglied und Jurorin beim Deutschen Designers Club e.V. und als Referentin, Autorin und Jurorin tätig. Zum Thema Kreativität und Innovation moderiert Daniela Hensel für
Mitarbeiter verschiedener Unternehmen Workshops. Sie ist Mitinitiatorin der
Initiative „Die Diagonale“, die sich mit Kreativ- und Innovationsprozessen
beschäftigt.

Ihre eigene Praktikumszeit verbrachte sie MetaDesign. Rückblickend ist sie
fest davon überzeugt, dass die ersten Schritte in der Arbeitswelt wegweisend
für das gesamte Berufsleben sind. Und daher kommt auch das Projekt „Fixe Schnitzel“.

Was sind denn jetzt „Fixe Schnitzel“???! – Lassen wir Daniela zu Wort kommen:

Zur Motivation des Events „Fixe Schnitzel“
Ausgangspunkt: Das jetzige 5. Semester sucht für ihr Praxissemester im 7.
Semester geeignete Praktikumsplätze.
In der Vergangenheit habe ich mich zum Teil sehr über die
Agenturauswahl der Studierenden gewundert . Zum einen waren hier natürlich die alten
Bekannten dabei, wie MetaDesign, Scholz & Friends etc, und eben ein großer
Anteil an den typischen Berliner Ladenlokal-Agenturen. Viele von den
Praktikanten haben kein Praktikumsgehalt erhalten, einige mussten sogar ihren eigenen
Labtop mitbringen. Auf der anderen Seite sprachen mich immer wieder
renommierte Agenturen an, ob ich nicht Kontakt zu meinen Studierenden
herstellen kann. Agenturen, die bereits mit unseren Studierenden Erfahung
gemacht haben, äußerten sich überaus positiv. Das Event sollte zum einen bei
den Studierenden ein Qualitätsbewußtsein bei der Agenturauswahl für ihr
Praxissemester schärfen und zum anderen sollte das Netzwerk zw. Hochschule und
den interessantesten Agenturen erweitert, bzw. gestärkt werden.
Nicht zuletzt möchte ich auch gerne in meinem Fachgebiet welches ich vertrete,
nämlich Corporate- und Editorialbereich, das Signal setzen, dass unsere
Absolventen in diesem Bereich sehr gut ausgebildet sind. Und da ein Event auch immer einen Namen benötigt, den man nicht so schnell vergisst, haben wir das Ganze „Fixe Schnitzel“ genannt.  ;-)

Fixe Schnitzel

Im Vorfeld zum Agenturauswahlevent „Fixe Schnitzel“ haben wir einen Kurs im Lehrplan platziert, in dem die etablierte Headhuntering Ulrike Mayer von Connecting talents die
Studierenden bei der Portfolios-Erstellung berät. Das Feedback der
Studierenden war sehr positiv, weil Ihnen nun endlich jemand unverblümt erklärt, wo
sie stehen und was sie draußen erwartet😉 Gleichzeitig hat die Dozentin
natürlich auch die Möglichkeit viel versprechende Talente in naher Zukunft
selbst ins Visier zu nehmen.

agenturen bei Fixe Schnitzel

Zum Ablauf des Events „Fixe Schnitzel“
Nach einer kurzen Einführung präsentieren sich die Agenturen mit einer jeweils 10-minütigen Eigendarstellung hintereinanderweg und buhlen um die besten Praktikanten. Studenten bei Fixe SchnitzelDanach bewerben sich die Studierenden bei max. 2 Agenturen ihrer Wahl, indem sie ihr PDF-Portfolio an einer entsprechenden Stelle auf dem Server ablegen. Anschließend haben die Agenturen Zeit Ihren „Posteingang“ zu sichten und die für sie vielversprechensten Kandidaten auszuwählen. An einem zentralen „Fixe-Schnitzel“-Treffpunkt, werden diese Namen ausgehängt und nun beginnen die offenen Bewerbungsgespräche, für die jede Agentur einen eigenen Seminarraum erhält. Offen sind die Gespräch deshalb, damit möglichst viele Studierende mitbekommen, wie ein solches abläuft, auf was Agenturen besonders achten und was auch zu Irritationen führen kann.

Fazit: Voller Erfolg für „Fixe Schnitzel“
das Event war ein voller Erfolg. Dabei waren 6 Agenturen und ein Verlag:
Dan Pearlman, Kircher/Burkhardt, Kleiner und Bold, Research Studios, Stan
Hema, WirDesign und das Zeit Magazin. Die Agenturen waren sehr angetan von der
Qualität der Portfolios und die Studierenden, liefen mit roten Bäckchen von
Gespräch zu Gespräch und manch eine/r kam richtig in den Bewerbungsrausch.
Ein Nebeneffekt den ich erst gar nicht so gesehen hatte war, dass die
Location, also unsere Räume, sehr zur Entspannung der Studierenden
beigetragen hatte, da sie ja ein Heimspiel hatten und die Gäste von den
Agenturen war froh einmal raus zu kommen.

Ein dickes DANKE an Daniela für Ihren Erfahrungsbericht! Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist: hier das Video der HTW Berlin. Have fun!

2 Gedanken zu „Fixe Schnitzel als Arbeitgeberauswahlinstrument

  1. Pingback: Personalmarketing-Blog Sebastian Manhart | Lesestoff 11 & 12/2012

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